Globus

Waldrodung & Fleischkonsum

Die Viehzucht ist der größte Landnutzer der Erde. Sie beansprucht 30 % der Landoberfläche und 70 % des landwirtschaftlich genutzten Landes.

Weltweit ist die Fleisch- und Milchproduktion für 18 % der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) sieht eine Zunahme der Fleischproduktion von derzeit 229 Millionen auf 465 Millionen Tonnen im Jahr 2050 voraus.

Für diesen Luxus fallen weltweit die Wälder, insbesondere in den Tropen. Im brasilianischen Amazonasgebiet etwa verschwand bis heute knapp die Hälfte der ursprünglichen Waldbedeckung.
Häufig grast das Vieh die Weidefläche so sehr ab, dass keine Pflanzen mehr nachwachsen. Wind und Regen tragen den Boden mit sich fort. Die Weiden werden aufgegeben und stattdessen wird an anderer Stelle erneut Regenwald gerodet, um neue Weideflächen zu schaffen.

Ach ja, und was das mit unseren Burgern zu tun hat?

In Brasilien ist die Zahl der Rinder allein zwischen 1990 und 2000 von 26 auf 57 Millionen gestiegen. Die dabei aus Regenwald in Weideland verwandelte Fläche ist zweimal so groß wie Portugal. Größter Fleischabnehmer ist die EU: zwischen 1990 und 2001 stieg der Anteil von 40 auf 74 %.

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